Rheinische Post, 22 januari 2002

"Neues Pferd gesattelt?" 

"Investoren kommen, Investoren gehen. Hoffnungen auf längst überfällige Konsequenzen sind unbegründet!" Mit diesen Schlagworten begann Kornelia Laqueur, Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft gegen Fluglärm, gestern ihre Ausführungen zur Diskussion über Laarbruch. "Hat ein Investor abgehalftert, wird bereits das nächste Pferd gesattelt." 

Und schon frohlocke man wieder. Eine neue Mannschaft trete an, an der der Energiemischkonzern "Nuon" beteiligt sein soll, der ursprünglich mit van de Lande nicht wollte. Ansonsten sei zur Zeit wieder ein Logistiker mit von der Partie, aus Venlo und ein niederländischer Bauunternehmer. 

"Wirklich gut informiert, über die beschränkten Möglichkeiten die Laarbruch bietet, scheinen die ,Neuen` nicht zu sein. In der niederländischen Presse", so die streitbare Winnekendonkerin, hat ,Nuon` schon verkündet, dass unter anderem ein Einkaufszentrum geplant sei. Man darf gespannt sein, wie sich da eine ,Flughafenaffinität` darstellen lässt. Von dem Aufstand des örtlichen Handels in den deutschen und niederländischen Nachbargemeinden ganz abgesehen - siehe. Diskussion um das geplante Kevelaerer Warenhaus." 

Laqueur: "Doch die mit van de Land geschlossenen Verträge lassen sich nicht ohne weiteres kippen." Die drohenden Vertragsstrafen und Rückzahlungen könnten weder der Kreis Kleve noch die Gemeinde Weeze tragen. "Wer trägt eigentlich die Verantwortung für diese Verträge, die den Kreis und die Gemeinde auf Gedeih und Verderb an einen Investor ausliefern, ohne dass Businesspläne bekannt waren, geschweige denn geprüft wurden?" so ihre Frage. 

Vielleicht falle bei den Prüfungen jetzt auf, dass es immer noch keine deutsche Beteiligung an dem Projekt ,Laarbruch` gebe. "Hält man eigentlich deutsche Investoren für blöde, dass sie sich nicht um ein vermeintliches ,Sahneschnittchen` reißen?" 


Stichting Platform Vliegveld Laarbruch