Rheinische Post, 22 maart 1999.
(von Dirk Möwius)
KREIS KLEVE. Die SPD im Kreis Kleve weiss, wofür sie sich entschieden hat. Vor seiner Wahl zum Kandidaten für die Wahl des hauptamtlichen Landrats am Samstag machte Albert Holzhauer den Genossen in den "Lindenstuben" in Geldern klipp und klar seine Auffassung in Sachen Laarbruch deutlich: "Eine Rendite für den Investor wird ohne Nachtflug nicht möglich werden". Holzhauer weiter: "Es ist mir wichtig, dass ihr vor meiner Wahl wisst, wie ich darüber denke und handeln werde. Ich bin davon überzeugt, dass das gesteckte Konversionsziel, nämlich soviel wie möglich an Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen, sich nur mit einem über den normalen Tag hinausgehenden Flugbetrieb erreichen lässt. Auch der Businessplan des Investors WT wird dies deutlich machen."
Der Rheurdter weiter: "Ich bin für eine ausreichende
Nachtruhe. Es kommt mir aber auch darauf an, dass wir gemeinsam
erkennen, dass nur mit -wenn auch eingeschränktem Nachtflug,
etwa an den Tagesrändern- eine wichtige Voraussetzung zu
schaffen ist. Wir haben mit dem Gewerbegebiet mit Rollbahn, also
mit Flughafen, als wichtige Ergänzung unserer Wirtschaftregion
eine grosse Chance für den Arbeitsmarkt des 21. Jahrhunderts.
Auch weitere touristische Erschliessung gewinnt mit dieser
Entwicklung. Kevelaer erhält die Möglichkeit , ein
internationaler Wallfahrtsort zu werden. Ich setze mich dafür
ein, dass in einem sorgfältigen Abwägungsprozess menschlich
vertretbare Lösungen gefunden werden.
Den deutlichen Worten des Aufsichtratsvorsitzenden der Flughafen
Niederrhein GmbH und derzeit stellvertretendem Landrat folgte ein
klares Votum. 78 der 88 Delegierten der SPD stimmten für
Holzhauer.
(..uitval richting CDU..)
Der SPD-Landratskandidat abschliessend: "Ich gehöre zu den
Menschen, die mit Dantes göttlicher Komödie leben. Ich zitiere:
Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt
kräftig mit zu und handelt. Ich habe immer die zweite
Alternative bevorzugt und will auch in Zukunft gestalten."