Rheinische Post, 18 januari 2002

Bald 2000 neue Jobs 

KREIS KLEVE (RP). Warum werden mögliche Investoren nicht genannt, wenn sie doch finanzkräftig sind? Warum werden diese erst vorgestellt, wenn am Montag die Unterschriften unter die Verträge gesetzt worden sind? Diese Fragen stellen sich Beobachter der Laarbruch-Szene. Sicher ist offensichtlich nur, dass Hans van de Lande nicht allein den finanziellen Kraftakt schultern wird. 

Im Kreishaus wird über weitere Geschäftspartner spekuliert. Es wird davon gesprochen, dass er mit zwei weiteren niederländischen Unternehmen ein Investorenkonsortium bilden könnte. Im Gespräch war lange Zeit der Arnheimer Energiekonzern Nuon, mit fünf Millionen Kunden einer der Branchenriesen in den Niederlanden. Das Unternehmen hat auch Beteiligungen an ausländischen Firmen und Projekten. Zunächst hatte Nuon nach RP-Informationen offensichtlich Interesse einzusteigen - aber ohne van de Lande. Die Niederländer haben sich dann aber zurück gezogen und sollen nun zum Schluss wieder ins Gespräch gekommen sein. 

Auf jeden Fall werden die Namen der Investoren erst nach Abschluss der Verträge bekannt gegeben. Dann erfährt auch erst der Kreistag, wer die Laarbruch-Betreiber sind. Bereits im Juni hatte er einen "Vorrats-Beschluss" über die Veräußerung der Gesellschafteranteile an die "van de Lande Gruppe" verabschiedet. Der Kreistag erwartet darin, dass die im Vertrag festgeschriebene Zahl von 2000 Arbeitsplätzen bis Ende 2010 geschaffen wird. 


Stichting Platform Vliegveld Laarbruch