Rheinische Post, 19 juni 2001
Düsseldorf stimmt zu: "Start frei" für Laarbruch
Bezirksregierung überreicht heute dem Geschäftsführer der Flughafen Niederrhein GmbH in Düsseldorf die luftrechtliche Genehmigung. Gilleßen: "Ein langer Kampf ist zu Ende."
KREIS KLEVE. Vor sieben Jahren wurde sie beantragt, heute um 16 Uhr überreicht Regierungspräsident Jürgen Büssow in Düsseldorf die luftrechtliche Genehmigung an die Flughafen Niederrhein GmbH (FN). "Damit fällt endlich der Startschuss für die zivile Nutzung des ehemaligen Militärflughafens", freute sich Reinhard Gilleßen, Geschäftsführer der Flughafen-Gesellschaft. Er war gegen 16 Uhr telefonisch von einem Büssow-Mitarbeiter informiert worden.
"Damit ist ein langer Kampf zu Ende", äußerte sich Gilleßen erleichtert. Wohl auch darüber, dass man sich mit den Niederländern über die Flugzeit-Modalitäten hat einigen können. Details über die Vereinbarung werde er aber erst in Düsseldorf erfahren. "Wichtig ist, dass jetzt der Flughafen durch den Investor fit gemacht und gleichzeitig die Gewerbefläche hergerichtet wird", kommentierte Gilleßen die aus seiner Sicht erfreuliche Entwicklung (laut Machbarkeitsstudie ist in den nächsten fünf Jahren mit Investitionen von 100 Mio. Mark und bis zu 2000 Arbeitsplätzen zu rechnen).
Apropos Investor: Die Rotterdamer van de Lande Gruppe, die bis Ende des Monats alleiniger Gesellschafter der Flughafen-Gesellschaft werden will, äußerte sich gestern noch nicht zur luftrechtlichen Genehmigung. Dafür aber Landrat Kersting (CDU): "Ich bin sehr froh, dass diese Phase nun endet mit diesem positiven Ergebnis. Darüber werden wir auch morgen im Kreistag sprechen, damit der Investor schnell ins operative Geschäft einsteigen kann." Kornelia Laqueur (Flughafengegner) zur NRZ: "Wir sind darüber nicht überrascht und werden nun unsere juristische Maschinerie anwerfen. Denn gegen die heutige Genehmigung kann Widerspruch eingelegt werden." Albert Holzhauer (SPD), FN-Vorstand: "Ich bin sehr glücklich. Das ist die wichtigste Grundlage für den Investor und die weitere Arbeit überhaupt."
Stichting Platform Vliegveld Laarbruch