Rheinische Post, 20 mei 1999.
Naar aanleiding van het zogenaamde businessplan van WTInvest:
schreef de Rheinische Post op 20 mei 1999 het volgende commentaar
Ist die Öffentlichkeit viel schlauer nach der Teil-Veröffentlichung
des sogenannten "Businessplan" des Flughafeninvestor
WTInvest? Eindeutige Antwort: Nein. Daß die flugrechtliche
Genehmigung sowie der Kaufpreis des Flugplatzes für weitere
Planungen unbedingt notwendig sind, wußten alle Beteiligten
vorher.
Interessant ist allein die Zahl 100 Millionen Mark, die WTInvest
investieren möchte. Doch jetzt kommt auch gleich das Problem: 50
Prozent davon soll die Öffentliche Hand zuschießen. Keine Frage,
daß dieses Geld am Niederrhein für ein großes
Conversionsprojekt gut angelegt wäre. Doch bisherige
Stellungnahmen von Grünen aus dem Landesparlement in Düsseldorf
lassen große Schwierigkeiten bei diesen Zuschüssen vermuten.
Das bemühen von Albert Holzhauer, über Begriffsbestimmungen wie
"Umwidmung" oder "Sicherheit" eines
Flughafens an Geld zu kommen, ist ehrenwert. Er kann jedoch
sicher sein, daß die Flughafengegner nicht so schnell aufgeben
werden. Vermutlich steht Kornelia laqueur gerade vor dem
Schreibtisch eines Grünen-Landesministers, dessen Partei schon
bei dem Problem "Flughafen Dortmund" die "große
Welle" gemacht hat.
(Stefan Kriegel)
En die "Schwierigkeiten" lijken inderdaad waarschijnlijk, want reeds de volgende dag meldde de Rheinische Post:
Zur Vorlage des Business-Plans für Laarbruch hat gestern der
Verkehrpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis90/Die
Grünen, Peter Eichenseher, Stellung genommen. "Landesmittel
für das Projekt einer fliegerischen Nachfolgenutzung kann es aus
unserer Sicht nicht geben. Dies haben beide Koalitionsparteien im
Koalitionsvertrag ausgeschlossen. Die jetzt vorliegende
Konkretisierung des Projekts führt deutlich vor Augen, daß für
die Projektidee einer fliegerischen Nutzung des Standortes
Laarbruch weder Investoren Schlange stehen noch ein nennenswerter
Bedarf besteht. Wir plädieren deshalb für eine nüchterne
Betrachtung, die Kosten und Nutzen klar gegeneinander abwägt."
Von einem Projekt, das mit einer kostenaufwendigen fliegerischen
Nutzung langfristig rote Zahlen schreiben würde, könne eine
nachhaltige Schaffung von Arbeitsplätzen nicht erwartet werden.
Eine fliegerische Nutzung könne insgesamt für die Region sogar
zu negativen Beschäftigungseffekten führen, da die
Entwicklungspotentiale des Tourismus und die Resourcen für die
Erholungsfunktion geschädigt würden. Die Landtagsfraktion von Bündnis90/Die
Grünen plädiert deshalb dafür, eine Gewerbeansiedlung ohne
fliegerische Nachfolgenutzung des Geländes in Angriff zu nehmen.
Weder das Land noch der Bund können sich eine Dauersubvention für
einen Flughafen Laarbruch leisten. Die Region sei deshalb gut
beraten, einer realistichen Entwicklungsperspektive endlich
Vorrang einzuräumen.
Zu den finanziellen Problemen kämen am Standort Weeze die
geringe Akzeptanz in der Bevölkerung sowohl auf deutscher als
auch auf niederländischer Seite. Zudem sei ein Flugbetrieb mit
den derzeitigen touristischen Angeboten der Region nicht
kompatibel. Tagesgäste und Urlauber, die Ruhe und Erholung
suchen, würden wegbleiben. Um eine nachhaltige Entwicklung der
Region zu unterstützen, müße dringend über Alternativen
nachgedacht werden.